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Datum: 19.10.2021
Die Ringkabelschaltanlage dient in Ringnetzen der Stromversorgung und verbindet zwei Stromquellen oder Teile eines Schaltschranks. Ihre Hauptfunktion besteht in der Trennung der beiden Bereiche. Sie zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise und eine einheitliche Funktion aus. Der Mittelschrank hingegen ist ein Schaltschranktyp für Endnutzer mit vollem Funktionsumfang und großem Volumen. Es gibt verschiedene Arten von Mittelschränken, darunter Ein- und Ausgangsschaltschränke, Zählerschränke, Transformatorenschränke und Alttransformatorenschränke. Die Schalter in den Mittelschränken können mit automatischen Schutzeinrichtungen ausgestattet sein. Im Fehlerfall sendet die Schutzeinrichtung ein Signal, um den Schalter auszulösen und die Stromzufuhr zu unterbrechen. In den meisten Schränken werden Vakuumleistungsschalter vom Typ VS1 verwendet. Aufgrund der unterschiedlichen Anwendungsbereiche unterscheiden sich die beiden Schaltschränke hinsichtlich Aufbau und Komponentenauswahl deutlich.
Im Stromversorgungs- und -verteilungssystem hat die Hochspannungsmessung Vorrang vor der Niederspannungsmessung. Eine Niederspannungsmessung ist nur dann in Betracht zu ziehen, wenn eine Installation auf der Hochspannungsseite nicht möglich ist. In diesem Fall sollte der Niederspannungsmessschrank an der Vorderseite des Netzes, also vor der Niederspannungszuleitung und hinter dem Transformator, platziert werden. Da der Messschrank nicht unter dem Schutz des Niederspannungszuleitungsschranks stehen darf, sollte er üblicherweise unter dem Schutz des Hochspannungsschalters des Transformators angebracht werden. Hierfür eignen sich sowohl Ringnetz- als auch Zentralverteilerschränke.
Aktuell können Ringkabelschaltanlagen nicht nur mit Lastschalter-Sicherungs-Kombinationen, sondern auch mit Leistungsschaltern wie dem inländischen XGN, dem Schneider SM6, dem Siemens 8DJH, dem ABB SAFE usw. ausgestattet werden. Der Sekundärschutz kann durch eine mikrocomputergestützte Schutzeinrichtung realisiert werden. Die in der Ringkabelschaltanlage installierten Leistungsschalter haben jedoch eine Lastbegrenzung, die je nach Hersteller variiert. Beispielsweise muss bei der Ringkabelschaltanlage RM6 von Schneider der Hochspannungsschalter des Transformators ab einer Leistung von 2000 kVA zusammen mit einem Leistungsschalter und der mikrocomputergestützten Schutzeinrichtung VIP300 verwendet werden. Die Last an den Zu- und Ableitungen des Verteilerkastens ist nicht beschränkt.
Mit der Weiterentwicklung der Stromversorgungstechnik haben sich beide Schaltschranktypen stark weiterentwickelt. Zentralverteiler werden immer kleiner, Ringverteiler immer funktionsreicher. Zentralverteiler werden jedoch hauptsächlich in Steuerungsanlagen eingesetzt, sind aber vergleichsweise teuer. Ringverteiler wurden ursprünglich zur Lösung von Problemen der Stromversorgung und -einspeisung entwickelt. Ihre Funktion ist relativ einfach, ihre Struktur hingegen einfach, ihr Volumen gering und ihr Preis vergleichsweise niedrig. In letzter Zeit wurden die Funktionen kontinuierlich erweitert, insbesondere die geringe Größe ermöglicht eine einfache Installation in umgebauten Gehäusen, was zu einer sehr guten Entwicklung geführt hat. Ringverteiler werden heute nicht nur als Kontaktverteiler, sondern auch als Ein- und Ausgangsverteiler, Zählerschrank und Spannungswandlerschrank eingesetzt.
Daher lässt sich aufgrund der unterschiedlichen Funktionen und Leistungen der Produkte verschiedener Hersteller nicht pauschal sagen, ob die beiden Systeme austauschbar sind. Hinsichtlich der Kostenreduzierung bietet der Ringverteilerkasten gewisse Vorteile. Mit der Weiterentwicklung der Ringverteilerkasten-Technologie überschneiden sich die Einsatzmöglichkeiten von Ringverteilerkasten und Zentralverteilerkasten in vielen Fällen. In Hochspannungsverteilungssystemen mit Strömen über 1250 A kann der Ringverteilerkasten den Zentralverteilerkasten jedoch nicht ersetzen.