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Datum: 05.09.2022
Der Hochspannungs-Lastschalter nutzt die Vorteile der Lichtbogenlöschung durch Vakuumschaltröhren und den zugehörigen Betätigungsmechanismus. Da er keinen Kurzschlussstrom unterbrechen kann, ist er relativ einfach aufgebaut und eignet sich für Anwendungen mit geringen Strömen und häufigen Schaltvorgängen. Es gibt zwei gängige Ausführungen von Hochspannungs-Lastschaltern: für den Innenbereich und für den Außenbereich (Säulenbauweise).
Es gibt viele Arten von Hochspannungs-Lastschaltern, die sich strukturell in Öl-, Vakuum-, Schwefelhexafluorid-, Gas- und Druckluft-Hochspannungs-Lastschalter unterteilen lassen. Je nach Betriebsart unterscheidet man zwischen manuell und elektrisch betätigten Hochspannungs-Lastschaltern. Diese Produkte werden hauptsächlich in Verteilnetzen, beispielsweise in Ringnetzverteilern, eingesetzt. Vakuum-Hochspannungs-Lastschalter erfreuen sich derzeit größerer Beliebtheit und sind mit Sicherungen und weiterer Ausrüstung ausgestattet. Der Modernisierung der Stromnetze wird zunehmend Bedeutung beigemessen. Im Folgenden werden die strukturellen Merkmale und Funktionsprinzipien zweier typischer Hochspannungs-Lastschalter beschrieben.
Der Hochspannungs-Lastschalter ist vollständig auf seiner festen Halterung montiert. Sein Betätigungsmechanismus muss wie vorgegeben funktionieren. Insbesondere bei elektrischem oder pneumatischem Betätigungsmechanismus ist der Betrieb mit minimaler Spannung bzw. minimalem Luftdruck durchzuführen, es sei denn, die Stromunterbrechung beeinträchtigt die Prüfergebnisse. Im letzteren Fall ist die Spannung bzw. der Luftdruck während des Betriebs des Lastschalters innerhalb des vorgegebenen Bereichs so zu wählen, dass beim Trennen der Kontakte die höchste Schaltgeschwindigkeit und maximale Lichtbogenlöschleistung erreicht werden. Es ist nachzuweisen, dass der Lasttrennschalter unter den oben genannten Bedingungen im Leerlauf zufriedenstellend funktioniert. Falls möglich, sind Daten wie der Kontaktweg zu erfassen. Nicht manuell betätigte Lastschalter können per Fernsteuerung geschlossen werden.
1. Bei der Auswahl des Anschlusses der stromführenden Seite ist besondere Sorgfalt geboten. Soll der Lastschalter beidseitig mit Strom versorgt werden und weicht die tatsächliche Anordnung der beiden Seiten ab, ist die Stromversorgung des Prüfkreises an die Seite anzuschließen, die den ungünstigsten Betriebsbedingungen des Lastschalters entspricht. Im Zweifelsfall sollte ein Teil des Betriebs mit an einer Seite des Lastschalters angeschlossener Stromversorgung und ein anderer Teil mit an der anderen Seite angeschlossener Stromversorgung durchgeführt werden.
2. Die Schaltprüfung des dreipoligen Hochspannungs-Lastschalters, der von jedem Pol gleichzeitig betätigt wird, ist an Drehstrom durchzuführen, sofern nichts anderes bestimmt ist.
Die Schalt- und Abschaltprüfung des dreipoligen Schalters mit Pol-für-Pol-Betrieb (bestehend aus drei einpoligen Hochspannungs-Lastschaltern) ist einphasig durchzuführen, außer bei der Prüfung der kapazitiven Lastabschaltung mit besonderen Anforderungen.
3. Mit Ausnahme von mit Flüssigkeit oder Gas gefüllten Lastschaltern und Vakuum-Lastschaltern kann es bei starker Flammenbildung oder dem Versprühen von Metallpartikeln erforderlich sein, während der Prüfung ein Metallgitter in der Nähe von spannungsführenden Teilen, jedoch in ausreichendem Abstand, anzubringen. Der vom Hersteller vorgegebene Sicherheitsabstand ist zu beachten. Metallgitter, Halterungen und andere normalerweise geerdete Teile müssen gegen Erde isoliert und miteinander sowie mit einer geeigneten Erdungseinrichtung verbunden werden, um festzustellen, ob ein signifikanter Ableitstrom gegen Erde auftritt.